Dropfleet Commander: Algonquin Shaltari Schritt für Schritt

Algonquin Shaltari

Ich habe jetzt endlich mal die Zeit gefunden das Tutorial für meine Shaltari Flotte fertigzustellen und ins Deutsche zu übersetzen. Shaltari erfordern eine ganz andere herangehensweise als meine UCM Hauptflotte, die Modelle quellen förmlich über vor winzigen Detail und Shaltari Technologie ist so fremdartig das man nicht auf Anhieb erkennt was die Details im einzelnen darstellen. Für dieses Farbschema habe ich mich deshalb eher auf einfach Techniken und die Fülle der Details verlassen um den Gesamteindruck zu erzielen.

Rumpf:

Ich empfehle auf jeden Fall als allererstes ein paar Tests zu machen! Die Gußrahmen haben reichlich Extrateile und man kann den Purpur-Metallic Ton nicht nachträglich aufhellen, nur noch weiter abdunkeln.

Der erste Schritt ist eine Schwarze Grundierung. Metallic Farben erzielen ihre beste Wirkung in der Regel auf schwarzem Untergrund. Bei kleinen Details kommts nicht so sehr darauf an aber wenn das ganze Modell metallic sein soll lohnt es sich auf jeden Fall. Noch einen Schritt weiter wäre eine schwarze Glanzgrundierung aber da ich mit den Testsücken sehr zufrieden war bin ich bei der normalen Vallejo Airbrush Grundierung geblieben die ich für die meisten Modelle benutze.

Jetzt gehts an die eigentlichen Farben. Ich habe mit der Airbrush einen einfach Gunmetal -> Chainmail -> Silver Verlauf gesprüht.

 

Als nächstes hat der Bug jedes Schiffes etwas Golden Purple bekommen. Eine dünne Schicht wirkt fast Pink, eine dickere Schicht erscheint dann wirklich Purpur wie ihr im Bild seht. Es lohnt sich hier auf jeden Fall zu experimentieren wie verschieden Stärken mit dem Violet interagieren.

Der letzte Schritt für die Grundfarbe ist das Golden Violet. Hierbei habe ich am Heck wesentlich mehr aufgetragen als am Bug. Mit zwei oder drei Schichten kann man eine sehr Dunkle Farbe und damit einen schönen Verlauf erzeugen. Unten seht ihr auch einen Vergleich vor und nach dem Violett, lasst euch also nicht entmutigen wenn das Purpur alleine etwas komisch aussieht.

 

Insgesamt ist die Grundfarbe bei mir etwas dunkler ausgefallen als ursprünglich geplant, macht aber nichts. Sieht trotzdem gut aus und die helleren Element haben einen stärkeren Kontrast.

Wenn ihr mit der Grundfarbe fertig seid lasst eure Schiffe gut durchtrocknen.

Die Golden Farben trocknen ziemlich glänzend, deshalb empfehle ich eine Schicht seidenmatten Klarlack. Das hilft Details auszumachen und schützt das Purpur falls ihr Korrekturen vornehmen müsst.

Das Metallic Purpur kann man nicht wirklich ausbessern aber wenn es durch Klarlack geschützt ist kann man kleinere Fehler mit etwas Airbrush Verdünner beseitigen. Wenn ihr euch sicher seid dass ihr sauber malt könnt ihr mit dem Klarlack auch warten bis ihr mit den Kernen fertig seid, ansonsten gibts danach einfach eine zweite, dünne Schicht. Spätestens wenn ihr euch an die hunderte kleine Punkte macht werdet ihr aber dankbar für die Korrekturmöglichkeiten sein.

Kerne:

Klarlack oder nicht, als nächstes sind die Kerne dran. Den Anfang macht eine Grundschicht Meridius Blue. Hier ist es wichtig mit zwei oder drei dünnen Schichten eine gute Deckung zu erzielen. Bei zu vielen, zu stark verdünnten Schichten sammelt sich Farbe um die kleinen Punkte, verwischt deren Konturen und macht es schwerer sie akkurat zu bemalen.

Nach der Grundschicht werden die Kerne zum Heck hin mit Coal Black schattiert.

Für die Highlights habe ich Weiß zugemischt bis hin zu reinem Weiß. Nachdem die Farbe gut durchgetrocknet ist bekommen die Kerne ein dünnes, gleichmäßiges Wash mit Turquoise Ink. Dadurch entsteht eine tiefe und satte Farbe.

Leider ist das Bild für diesen Schritt nicht besonder gut geworden aber ich denke man sieht trotzdem den Unterschied.

Details:

Ab hier könnt ihr die kleinen Details in beliebiger Reihenfolge bearbeiten. Ich habe mich entschieden mit den Punkten weiterzumachen.

Für die Punkte benutze ich Schmicke Primacryl Titanium White, es hat eine hervorragende Deckkraft und eine gute Konsistenz. Ich habe es nur leicht verdünnt und etwas Trockenverzögerer hinzugefügt. Mit einem kleinen Pinsel und relativ viel Farbe tupfe ich dann vorsichtig ein wenig weiß auf jeden Punkt. Man bekommt ziemlich schnell ein Gefühl für die richtige Farbmenge und Verdünnung, der Trockenverzögerer sorgt für eine lange Verarbeitungszeit so dass man nicht alle paar Punkte absetzen muß.

Und keine Sorge wenn mal was daneben geht. Wie schon erwähnt kann man mit etwas Verdünner leicht kleine Korrekturen vornehmen, der Klarlack schützt dabei die darunterliegenden Schichten.

Die Punkte auf den Kernen bleiben rein-weiß, alle anderen bekommen noch ein Wash mit Turquoise Ink, dadurch bekommen sie etwas Tiefe und Farbe. Mit dem Türkis braucht ihr auch nicht zu sparen, um die Punkte herum gibt das einen schönen Effekt auf dem Purpur. Falls es doch etwas viel wird könnt ihr es einfach mit einem trockenen Pinsel aufnehmen bevor es trocknet.

 

Neben den zehntausenden Punkten haben Shaltari Schiffe noch eine Menge anderer Details. In meinen Augen bietet es sich hier an bei einer Farbe zu bleiben damit das Ganze nicht zu bunt wird. Ich habe mich für einen einfachen Goldton entschieden. Nacheinander kommen P3 Deathless Metal -> Golden Iridescent Bronze -> Golden Iridescent Gold. Bei größeren Elementen habe ich jeweils noch einen 50/50 Zwischenton benutzt.

Zu guter letzt haben die Waffen noch einen Leuchteffekt bekommen. Es sind die gleichen Farben wie die Kerne nur ohne die Schattierung durch Coal Black. Auch hier könnt ihr mit dem Turquoise Ink gerne etwas großzügiger sein, wenn der Effekt etwas über die eigentlichen Waffen hinausgeht wirken sie nicht so aufgesetzt.

Und das wars auch schon! Meiner Meinung nach brauchen Shaltari nicht unbedingt aufwendige Techniken um einen Guten Gesamteindruck zu erzielen, die Detailfülle der Modelle belohnt vor allem Geduld und Ausdauer.

Farbliste:

VGA = Vallejo Game Air
VMA = Vallejo Model Air

Rumpf:
Prime Black
VGA Gunmetal
VGA Chainmail
VMA Silver
Golden Permanent Violet Dark
Golden Transparent Dioxazine Purple

Kerne:
P3 Coal Black
P3 Meridius Blue
P3 Arcane Blue
White
P3 Turquoise Ink

Gold:
P3 Deathless Metal
Golden Iridescent Bronze
Golden Iridescent Gold

Punkte:
White
P3 Turquoise Ink

Klarlack:
Citadel Munitorum Varnish

Dropfleet Commander Spielbericht – PHR vs. Scourge

Am Freitag dem 30.06. war es mal wieder soweit meine Scourge gegen Zalinors Cyberzombies (sprich: PHR) in die Schlacht zu führen. Aus naheliegenden Gründen wird diese Raumschlacht aus dem Blickwinkel der überlegenen Lebensform – den Scourge – ausgewertet.

Gespielt wurde Szenario 7 Power Grab mit 1250 Punkten (Turnierlisten).

Im Endeffekt handelt es sich um ein sehr spannendes Szenario, bei dem die Spieler in gegenüberliegenden Ecken mit 2 Kampfgruppen ankommen und jede folgende Runde jeweils 2 neue Kampfgruppen ihrer Wahl aufstellen können, bis ihre Flotte komplett auf dem Tisch steht.

Man kämpft um insgesamt 5 Cluster, die auf einer Linie diagonal zu den Startpunkten liegen (im Folgenden x1 bis x5). Die zwei größten Cluster (x2 & x4) enthalten je ein (Atom-) Kraftwerk und geben dem Besitzer doppelte Siegpunkte solange das Kraftwerk intakt ist und Null Siegpunkte wenn es zerstört wurde.

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Dropfleet Commander: Die Schlachtschiffe der PHR, zwei Versionen pro Blister. Die Qual des Waal(s)?

Gemäß dem DFC Regelwerk gibt es zwei Arten von Schlachtschiffen bei den PHR. Diese unterscheiden sich jetzt mal nur auf das Modell bezogen ausschließlich in der frontseitigen Sektion. Dementsprechend bekommt man beim Kauf des Blisters einen Waal mit zwei Köpfen …

Nichts liegt also näher, als die Idee, beide Bugsektionen zu nutzen und sie irgendwie austauschbar am Rumpf zu befestigen.

Dieser guten Idee, die einerseits den Geldbeutel schont und andererseits keine brauchbaren Teile dem Müll zuführt, werden aber bei Betrachtung der dem Modell beiliegenden Teile schnell Steine in den Weg gelegt. Es liegen zwar alle „Flossen“ für den Rumpf des Waals in ausreichender Menge bei; logischer Weise … aber es gibt nur einen Satz Flossen für den Kopf!

Was nun? Die Idee begraben?

Mitnichten, sage ich.

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Dropfleet Commander: Die Raumflotte der PHR – Mit acht Farben schnell zur spielbaren Flotte

Ich möchte euch heute meine Flotte der PHR vorstellen, wie sie auf der Tactica zu sehen war.

Im Gegensatz zu Christophs UCM Flotte (siehe Vanadische Raumflotte – Schritt für Schritt) kommt meine Flotte mit acht Farben aus und ist bei weitem weniger aufwändig in der Fertigstellung. Das liegt zum einen daran, dass Christophs Skills die meinen deutlich übertreffen, zum anderen möchte ich gerne schnell fertig werden, um mit den Modellen spielen zu können.

Ich werde somit auch weniger schreiben müssen als Christoph.

Als erstes werden die Modelle nach dem Zusammenbau weiß grundiert. Das kann mit Grundierung aus der Sprühdose geschehen oder auch per Airbrush.

Nach der Grundierung bekommt das gesamte Modell einen Überzug mit Mithril Silver. Ich habe hierfür die Airbrush genutzt, da sich auf diesem Wege die Modelle der StarterBox am schnellsten einheitlich fertigstellen ließen.

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Dropfleet Commander: Vanadische Raumflotte Schritt für Schritt

Als ich erste Tests für das Farbescheme der Vanadischen Raumflotte gepostet habe, wurde ich gleich nach einem Tutorial gefragt. Deshalb habe ich das erste Schiff meiner Flotte, die UCMF Toronto, etwas genauer Dokumentiert.

Die ersten Schritte erfolgen mit der Airbrush:

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